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Verteilung der Ortsfrequenz- und Orientierungs-Präferenz

Aus diesen Antwortkarten wurden für jeden Kanal die bevorzugte Ortsfrequenz und Orientierung bestimmt. Dazu wurden die Parameter ermittelt, bei denen die Antwort ihr Maximum erreicht. Abbildung 4.12 zeigt die Verteilung für die Antwortkarten, die anhand der mittleren (a) bzw. der Ortsfrequenz-spezifischen Latenzzeit (b) berechnet wurden. Bei Berücksichtigung der Ortsfrequenz-spezifischen Latenzzeit verschiebt sich die Vorzugsorientierung bei einigen Kanälen hin zu höheren Ortsfrequenzen. Der Median der Vorzugsortsfrequenzen lag bei 3,4 P/° (a) bzw. 3,7 P/° (b). Die Vorzugs-Orientierungen waren in unseren Messungen ungleichmäßig verteilt. Die meisten Kanäle hatten ihre Vorzugs-Orientierung zwischen 135° und 180°, sowie zwischen 45° und 90°. In den Bereichen [0°, 45°] und [90°,135°] hatten wenige Kanäle ihre Vorzugsorientierung.

Abbildung 4.12: Verteilung der bevorzugten Ortsfrequenzen und Orientierungen. (a) Das Auswert-Zeitfenster wurde entsprechend der mittleren Latenzzeit (je Kanal) gewählt. (b) Das Auswert-Zeitfenster wurde an die Ortsfrequenz-spezifische Latenzzeit angepasst. Die Verteilung verschiebt sich bei dieser Auswertung zu den hohen Ortsfrequenzen.
\includegraphics[width=15 cm]{grafiken/OFOriScatter_kombi}

Zur Berechnung der Bandbreite der Ortsfrequenz-Selektivität wurde aus den Antwortkarten die untere und die obere Grenzfrequenz ermittelt (halbe Höhe zwischen minimaler und maximaler Antwortstärke). Die Bandbreite wurde als Verhältnis von oberer und unterer Grenzfrequenz in Oktaven angegeben. Abbildung 4.13 zeigt die Verteilung der Bandbreiten. Die Bandbreite lag im Mittel bei 3,0 Oktaven. (Die verwendeten Sinusgitter deckten von der niedrigsten bis zur höchsten Ortsfrequenz einen Bereich von 4,56 Oktaven ab.) Werden zur Berechung der Antwortkarten die Ortsfrequenz-spezifischen Latenzzeiten verwendet (Abbildung 4.13b), dann wird bei der Hälfte der Kanäle auch für die höchste gemessene Ortsfrequenz eine hohe Antwortstärke ermittelt. In diesen Fällen gibt es keine obere Grenzfrequenz, bzw. sie liegt oberhalb des gemessenen Ortsfrequenzbereichs (mit Hochpass gekennzeichnet). Die Kanäle, für die keine untere Grenzfrequenz bestimmt werden konnte, wurden analog als Tiefpass bezeichnet.

Abbildung 4.13: Verteilung der Ortsfrequenz-Bandbreiten bei langsamer Reizung. Als Hochpass (HP) bzw. Tiefpass (TP) sind die Fälle bezeichnet, in denen keine obere bzw. untere Grenzfrequenz ermittelt werden konnte. (a) Für das Auswertzeitfenster wurde die mittlere Latenzzeit verwendet. Der Mittelwert lag bei 3,0 Oktaven. (b) Die Auswertzeitfenster wurden an die Ortsfrequenz-spezifische Latenzzeit angepasst. Die Hälfte der Kanäle fällt in die Kategorie Hochpass.
\includegraphics[width=15 cm]{grafiken/OFBandbreiten_kombi}


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Frank Michler 2003-04-15